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Zur Stadt Oberursel

Die Stadt Oberursel liegt am Südhang des Taunus.

Der Gemarkungsbereich erstreckt sich von der Stadtgrenze Frankfurts im Süden bis zum Kolbenberg/Sandplacken des Hochtaunus im Norden und von der Gemarkung der Stadt Kronberg im Westen bis zur Stadt Bad Homburg v. d. Höhe im Osten.

Oberursel zählt rund 45.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Als Siedlung "Ursella" wird die Stadt 791 n. Chr. in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erstmals erwähnt. Der Wortstamm des Ortsnamens deutet auf ein zwei- bis dreitausendjähriges Alter der Ansiedlung hin.

Unter der Herrschaft der Herren von Eppstein wurden Oberursel 1444 die Stadtrechte verliehen. Zunächst eine rein bäuerliche Siedlung, entwickelte sie sich bis zum Dreißigjährigen Krieg zum bedeutenden Gewerbeort "Vor der Höhe", dem Taunus. 1522 schuf der aus der Wetterau stammende Humanist Erasmus Alberus in Oberursel die erste Lateinschule. Im Jahre 1535 gelangte Oberursel unter die Herrschaft des Grafen Ludwig von Stolberg-Königstein, der die Reformation einführte. Nicolaus Henricus gründete 1557 eine Buchdruckerei, die vor allem lutherische Streitschriften herausgab. 1604/05 erfolgte die Rekatholisierung; evangelische Gottesdienste gab es erst ab 1847 wieder. Der Wohlstand der mittelalterlichen Stadt wurde getragen von der Tuchmacherei und dem Tuchhandel.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Oberursel 1622 und 1645 niedergebrannt, nur drei Häuser blieben unversehrt. Die Einwohnerzahl reduzierte sich von ca. 1.600 auf ca. 600 Personen. Handel und Gewerbe kamen zum Erliegen. Im darauffolgenden Zeitabschnitt entstanden am Urselbach Mahl-, Öl- und Lohmühlen sowie Gerbereien , Stahlschleifereien, Eisen- und Kupferhämmer. Tuchmacherei und Tuchhandel konnten sich nicht mehr erholen.

Mit der Gründung der Baumwollspinnerei an der Hohe Mark hielt 1858 die Industrialisierung in Oberursel Einzug. Weitere Fabrikansiedlungen folgten. Oberursel avancierte (Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts) zur "industriellsten Stadt unseres Landes" (Hessen-Nassau).

Nachdem im Jahre 1860 die Eisenbahnlinie Frankfurt-Bad Homburg eröffnet wurde, kam 1899 die Kleinbahn zur "Hohe Mark" hinzu.

1919 hatte Oberursel 7.999 Einwohner/innen.

1929 wurde die Gemeinde Bommersheim eingegliedert. Während des Zweiten Weltkrieges blieb die Stadt von Luftangriffen weitgehend verschont. 1972 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen. Die Einwohnerzahl erhöhte sich dadurch von rd. 25.000 auf rd. 37.000.
Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe entwickelte sich nach 1945 rasch. Banken und Versicherungen ließen sich nieder. Schulen wurden gebaut, Siedlungsgebiete erschlossen, neue Verkehrswege geschaffen. Vielfältige Freizeiteinrichtungen entstanden, große Teile des Stadtwaldes wurden zum Naherholungsgebiet erklärt und genießen dadurch besonderen Schutz. Zum landschaftlich reizvoll gelegenen Freibad kann ein modernes Hallenbad hinzu. Altenheime und Begegnungsstätten für die Jugend wurden errichtet.

Mit großem Engagement und erheblichem finanziellen Aufwand von privater und städtischer Seite wurde seit Anfang der siebziger Jahre die historische Altstadt saniert und großzügig renoviert. Fußgängerzonen entstanden in der Mitte der Stadt ebenso wie ein neues Kultur- und Verwaltungszentrum (Rathaus 1976, Stadthalle 1984). Im Jahre 1991 blickte die Stadt auf eine 1200jährige Geschichte zurück.


Quelle: http://www.oberursel.de/information/oberursel-die_stadt/, Mai 2007
Oberursel im Internet: http://www.oberursel.de/


   
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