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Rotary, gegründet 1905 in Chicago, ist eine weltweite Organisation von führenden Persönlichkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft, die soziale Dienste leisten und sich zur Aufgabe gemacht haben, Freundschaft und Fairneß im geschäftlichen und persönlichen Leben zu pflegen sowie durch eigenes Engagement den Frieden in der Welt zu fördern. Es gibt ungefähr 1,2 Millionen Rotarier in 163 Ländern und mehr als 29.000 Clubs.
   

Ziele

Das oberste Ziel von Rotary ist Dienstbereitschaft im täglichen Leben. Sie wird mit folgenden Richtlinien praktiziert:

1. Durch Pflege der Freundschaft als einer Gelegenheit, sich anderen nützlich zu erweisen.
2. Durch Anerkennung hoher ethischer Grundsätze im Privat- und Berufsleben sowie des Wertes jeder für die Allgemeinheit nützlichen Tätigkeit.
3. Durch Förderung verantwortungsbewusster privater, geschäftlicher und öffentlicher Betätigung aller Rotarier
4. Durch Pflege des guten Willens zur Verständigung und zum Frieden unter den Völkern durch eine Weltgemeinschaft berufstätiger Personen, geeint im Ideal des Dienens.

Die Fairness und das Einhalten hoher ethischer Standards im Berufsleben ist eine klassische Forderung an jeden Rotarier. Bewußt soll er sich den daraus erwachsenden Spannungen stellen: im Wettbewerb des täglichen Lebens, etwa im Verhältnis Arbeitgeber-Arbeitnehmer, Arzt-Patient, Lehrer-Schüler, in einem Berufsverband oder in der Öffentlichkeitsarbeit. Hier Fairneß zu üben ist nicht immer einfach und doch Gebot. Traditionell wenden die Rotarier auf ihre geschäftlichen und beruflichen Beziehungen die "4-Fragen-Probe" an

- „Ist es wahr, bin ich aufrichtig?"
- „Ist es fair für alle Beteiligten?"
- „Wird es Freundschaft und guten Willen fördern?"
- „Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen?"

In den letzten Jahren hat eine "Deklaration von Rotariern in Wirtschaft und Beruf" den Bemühungen um ethische Standards am Arbeitsplatz Ausdruck gegeben.

Da Rotary sich ebenso national wie international engagiert, werden Rotarier auch immer wieder mit politischen Problemen konfrontiert. Hier gilt: Rotary selbst macht keine Politik. Bei der Vielfalt seiner Mitglieder gibt es durchaus unterschiedliche Standpunkte; diese werden offen ausgesprochen und im Geiste der Freundschaft und Toleranz diskutiert und respektiert.


Prinzipien Das Prinzip der Auswahl

Einem Rotary Club kann niemand von sich aus beitreten. Die Aufnahme erfolgt nur auf Vorschlag von Mitgliedern und muss von allen Mitgliedern befürwortet werden. Es gilt also das Prinzip der Auswahl.

Das Prinzip der Klassifikation

Eine der Grundregeln Rotarys besagt, dass in jedem Club jede Berufsklasse grundsätzlich nur durch einzelne oder wenige Mitglieder vertreten sein soll. Dieses Klassifikationsprinzip hat den Zweck, Menschen möglichst vieler verschiedener Berufszweige im Club zusammenzuführen. Es sorgt für Informations- und Erfahrungsaustausch und vermeidet Einseitigkeit.

Die Präsenzpflicht

Die Clubmitglieder kommen wöchentlich einmal an einem bestimmten Tag zum Mittag- oder Abendessen zusammen. Der Zusammenhalt der rotarischen Gemeinschaft beruht nicht zuletzt auf der Pflicht jedes Rotary-Mitgliedes, an wenigstens 60% der Clubveranstaltungen teilzunehmen. Diese Präsenzpflicht kann - z.B. auf Reisen - bei jedem Rotary Club der Welt wahrgenommen werden. Die Präsenzregeln dienen dem Zweck, die rotarische Gemeinschaft möglichst aktiv zu halten und nicht auf einen Ort zu beschränken.


Organisation Weiterführende Informationen zur Organisationsstruktur von Rotary in den Distrikten sowie auf
nationaler und internationaler Ebene finden Sie auf den entsprechenden Websites:
- Rotary Distrikt 1820
- Rotary Distrikte in Deutschland
- Rotary International

  Auch wir stehen Ihnen für weiterführende Fragen gern zur Verfügung.


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